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Die etruskische Nekropole von Monterozzi – Tarquinia

Nur wenige Kilometer von der toskanischen Grenze entfernt liegt Tarquinia, wunderschöne Stadt in der Maremma des Latiums, in der Provinz Viterbo.

Historisch, künstlich und landschaftlich ist Tarquinia ein außergewöhnliches Reiseziel, weil es zahlreiche Denkmäler und Fundstücke meistens etruskischen Ursprungs bietet und seine strategische Lage perfekt ist, um einen wunderbaren Ausblick auf das Tyrrhenischen Meer zu genießen. Die Via Aurelia verbindet Capalbio mit Tarquinia, die nur 40 Minuten mit dem Auto entfernt ist.

Das Symbol der Stadt ist zweifellos die etruskische Nekropole von Monterozzi, außergewöhnlich interessante archäologische Stätte, die 2004 UNESCO-Weltkulturerbe zusammen mit der nahegelegenen etruskischen Nekropole von Cervetri erklärt wurde. Es handelt sich um einen ausgedehnten Komplex von Grabkammern, die in den Felsen gegraben wurden und von Grabhügeln aus dem 7. Jahrhundert v.Chr. gekrönt sind. Die Stätte besteht aus 6000 Gräbern und ist vor allem für ihre 200 mit Fresken bemalten Gräber bekannt, die die größte Gruppe etruskischen Malerei und die umfangsreichste Darstellung aller antiken Malereien vor der Römerzeit bilden.

Zu den faszinierendsten Gräbern gehört das der „Löwinnen“ (Leonesse): in dieser kleinen Kammer kann man Fresken von Vögel und Delphine finden, die die dargestellten Szenen der etruskischen Aristokratie umgeben. Berühmt sind auch die Gräber des „Kriegers“ (Guerriero), der „Blümchen“ (Fiorellini), der „Bacchanten“ (Baccanti), des „Ogers“ (Orco) und der „Schilde“ (Scudi), deren magisch-religiöse Darstellungen nicht nur den Verstorbenen ihrer Diesseits wiederleben, sondern auch den Verwandten des Totes den Schmerz des Verlusts vergessen ließen.

Das Grabmal des Jägers (Tomba del Cacciatore) stellt dank seiner hölzernen Verbau einen echten Jagdpavillon dar, während das Grabmal der Jägerei und der Fischerei (Tomba della Caccia e della Pesca) aus zwei Kammern besteht: in der ersten befindet sich eine Darstellung eines dionysisches Tanzes in einem heiligen Wald und in der zweiten eine Jagd- und Fischereiszene zusammen mit den Porträts der Grabbesitzer.

Einige der Gemälden wurden aus den Gräbern entfernt, um in dem Etruskischen Nationalmuseum von Tarquinia (Museo Nazionale Etrusco di Tarquinia) in der Altstadt aufbewahrt und besser erhalten zu werden. Zurzeit wird diese bedeutende archäologische Stätte von der Soprintendenza Archeologia, Belle Arti e Paesaggio für den Großraum Rom verwaltet und von der Behörde „Necropoli di Tarquinia“ bewirtschaftet, die auch kostenpflichtige Führungen mit Steuervergünstigungen organisiert.

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