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Eintauchen in die alten Traditionen von Capalbio

Eine Hauptrolle spielen in Capalbio die Traditionen, aus denen das Gebiet seine Kraft und seine Einzigartigkeit aus ihnen schöpft.

Das Maremma-Pferd, Protagonist dieses Gebietes, musste sich an die unwirtliche und sumpfige toskanische Maremma der Vergangenheit anpassen.

Heute wird das Maremma-Pferd auf freier Wildbahn gezüchtet und von den berittenen Hirten der Maremma (bekannt als „Butteri“) in den Pferdeshows für die Markierung des Viehes verwendet.

Die Butteri sind waghalsige Reiter, die seit Jahrhunderten mit ihrem besonderen, für urwüchsige Länder geeigneten Lebensstil in diesem Gebiet leben: es handelt sich um unternehmungslustige, einsame und furchtlose Männer mit ihren unzertrennlichen Rössern.

Bei dem Treiben der Herden zu den Gehegen („mandrioli“), haben diese Hirten, bekannt als „mandriani“, in diesem unwirtlichen Gebiet ein schwieriges Leben geführt.

Sie trugen grobe, in die Stiefel gesteckte Hosen, Beinschiene aus Wildschwein – oder Ziegenleder, Flanellhemden und Maremma – Jacken aus Barchent. Schließlich schützten sie ihre Köpfe mit großen abgenutzten Mützen.

Sie hängten ihre Schnürsenkel an den Sattel und hielten einen Hakenstock in der Hand. Diese besondere Kleidung können Sie noch heute bei den Festumzügen und den Aufführungen während der Merca beobachten.

 

Die Merca wird von der traditionellen Markierung des Viehes inspiriert, die eine andere Aufgabe der Butteri war.

Jeden Frühling wiederholt sich der Ritus in hölzernen Gehegen, in die das Vieh getrieben wird und wo die Mandriani mit einem brennenden Eisen („merco“) die Tiere markieren. Es ist ein einzigartiges Schauspiel, das in Einklang mit den Rhythmen der Natur steht.

Obwohl es eine unangemessene oder sogar gewalttätige Tradition erscheinen könnte, wurde und wird noch sie als ein alter Brauch empfunden, um das Ergebnis der Anstrengungen vergangenen Jahres zu feiern.

Eine andere Tradition ist die Wildschweinjagd, auch bekannt als „braccata“ oder „cacciarella“: es handelt sich um einen echten Kampf zwischen dem unbestrittenen König der Macchia und den Jägern.

Ob siegriech oder besiegt, ist der Wildschwein (oder „Cignale“) sehr beliebt und in der zweiten Septemberwoche wird von den Einwohnern von Capalbio („capalbiesi“) mit der gewöhnlicheWildschweinfest geehrt.

Ein weiteres wichtiges Ereignis ist der Palio della Madonna della Provvidenza, der zweimal im Jahr stattfindet: am ersten Sonntag des Monats zu Ehren der Madonna, deren Name der Palio trägt, und am 20. Mai zu Ehren des Schutzpatrons des Dorfes, San Bernardino.

Bei dem Palio wird das Dorf in Bezirke unterteilt: Provvidenza, Muratella, Bargello und Vecchio Borgo. Jedem Bezirk entspricht ein der vier Butteri-Teams, die miteinander wettfeiern.

Am Tag des Palio zieht durch das Dorf der historische Festzug und die Fahnenschwinger führen ein Schauspiel auf, von einer Segnung gefolgt.

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