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Sorano: die toskanische Maremma und die Stadt im Tuffstein

Im Herzen der toskanischen Maremma liegt Sorano, altes Dorf etruskischen Ursprungs, das in eine Wand aus Tuffstein, einem leichten und einfach bearbeitbaren Vulkanit, gehauen wurde. Dank dieser Besonderheit wird Sorano auch als „Matera von der Toskana“ genannt, nur eine Stunde von Capalbio entfernt.

Innerhalb seiner Mauern gibt es bezaubernde Gässchen, kleine Häuser, Nische, Keller und Türme, aus denen Sie einen wunderbaren Ausblick schätzen können. Das Panorama wird von der dichten und üppigen mediterranen Macchia gekennzeichnet, durch die der Fluss Lente fließt.

Lange Zeit gehörte das Dorf zu der Familie Aldobrandeschi, die den Bau eines imposanten Meisterwerkes der Militärarchitektur geordert: es handelt sich um die Fortezza Orsini (Festung Orsini), die heute die Altstadt von Sorano noch beherrscht.

Durch die Hochzeit, die die beiden Familie miteinander verband, ging die Festung in Besitz der Familie Orsini über. Um das freudige Ereignis zu feiern, ließen die Orsini ein bedeutendes Wappen anfertigen.

Heute kann die Festung besichtigt werden und beherbergt sie das Städtische und Archäologische Museum, das dem Mittelalter und dem Renaissance gewidmet ist. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Chiesa della Collegiata di San Nicola (Stiftkirche San Nicola), religiöses Gebäude mittelalterlichen Ursprungs, wo man ein elegantes Taufbecken aus Travertin aus dem Jahr 1563 bestaunen kann.

Bei einem Ausflug nach Sorano darf man die Vie Cave nicht verpassen, alte und faszinierende etruskischen Pfade unter freien Himmel, die in den Tuffsteinfelsen gegraben wurden. Diese befinden sich innerhalb des archäologischen Parks Città del Tufo und werden Sie zur Entdeckung der etruskischen Nekropole führen.

Während Sie diese Stollen durchqueren werden, werden Sie einzigartige und unbeschreibliche Emotionen fühlen, da es sich um lange und enge Wege in einem natürlichen, märchenhaften und magischen Umgebung handelt.

Bei Ihrem Spaziergang oder Auftritt werden Sie schwindelerregende Mauern überall finden und zahlreiche etruskische Gräber und Gravüre, sowie einige mittelalterliche „scaccia-diavoli“ – Nische entdecken, aus denen der Teufel verscheucht wurde.

Das abgenutzte Pflaster zeugt davon, dass in der Vergangenheit diese Wege intensiv genutzt wurden, obwohl ihre Funktion noch nicht genau bekannt ist. Zu den berühmtesten und eindrucksvollsten Vie Cave gehören die Via Cava del Cavone und Via Cava di San Sebastiano mit ihren bis zu 25 Metern hohen Mauern.

Überall in Sorano sind die Spüren der jüdischen Gemeinschaft, die in den Ghettos lebten, noch sichtbar. An den Verteidigungsmauern der Stadt entlang kann man noch die Mezuzah sehen, Kultgegenstand der jüdischen Kultur, sowie Spüren der Haspen, an denen die Tür aufgehängt war, die das Ghetto bei Sonnenuntergang schließ und am nächsten Morgen wieder geöffnet wurde.

Die Synagoge von Sorano ist noch heute ein der berühmtesten Gotteshäuser der Stadt, bis die jüdische Gemeinschaft sich nach Pitigliano gezogen hat.

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