Folgen Sie uns auf Social Media

Zwischen Legende und Schönheit der „kleinen Jerusalem“: Pitigliano

Wunderschönes Städtchen in der Nähe von Grosseto, ist Pitigliano ein echtes Schmuckstück der südlichen Maremma. Es liegt auf einem Tuffsteinvorgebirge und ist von der üppigen mediterranen Macchia umgeben, die von den Flüssen Lente und Meleta durchflossen wird. Der Vorzug dieser Stadt ist vor allem auf ihrer besonderen städtebaulichen Beschaffenheit zurückzuführen: Pitigliano steht senkrecht auf dem Felsen und fällt überhängend in die darunter liegende Umgebung ab.

Pitigliano ist nur 50 Minuten mit dem Auto von Capalbio entfernt: auf dem Weg können Sie auf dem Aussichtspunkt vor der Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie anhalten, um das toskanischen Dorf in voller Pracht zu bewundern. Nachts wird die Atmosphäre beeindruckender und großartiger, da die Stadt in dem Tuffstein nur aus der weißen Licht des Mondes beleuchtet wird und in der Leere zu schweben scheint.

Nach einer alten Legende wurde Pitigliano in der Römerzeit von zwei Jugendlichen namens Petilio und Celiano gegründet. Aus der Zusammenfügung der zwei Namen entstand Petiliano, die erste Gemeinde dieses Gebietes. Die zahlreiche historische Fundstücke, die in diesem Gebiet gefunden wurden, zeigen uns, dass es seit der Jungsteinzeit schon bewohnt war, obwohl die Etruskischen das Volk waren, die die größten Spuren ihres Lebens hinterlassen haben.

Andere wichtige Herrschaften, die das Städtchen viel geprägt haben, sind die Familien Aldobrandeschi und Orsini. Während die Vorherrschaft der Familie de Medici und ihrer lothringischen Erben bewohnte eine große und bedeutende jüdische Gemeinde in Pitigliano, wobei das Dorf auch als „Kleine Jerusalem“ bekannt ist.

Das jüdische Viertel wird von der imposanten Synagoge beherrscht, wo zahlreiche Kronleuchter von der reich verzierten Deiche herunterhängen. Sie werden auch viele Orte finden, die der jüdischen Kultur gewidmet sind, darunter eine koschere Fleischerei, einen Weinkeller und eine Bäckerei, wo das koschere Wein und das typische ungesäuertes Brot hergestellt wurde.

Heute ist Pitigliano ein künstlicher, historischer und kultureller Schatz: der Torbogen, durch den man in die Stadt hineingehen kann, ist als „La Porta (die Tür)“ bekannt und wird von dem alten mediceischen Aquädukt aus den Jahren 1636 und 1639 flankiert.

In der Altstadt werden Sie die imposante Brunnen Fontana delle Sette Cannelle aus dem Jahr 1545 und den Palast Orsini bewundern. Der Palast ist ein der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, der heute das Archäologische Museum, das Museum Palazzo Orsini, das diözesan Archiv und die Bibliothek beherbergt.

Zu den sehenswerten Sakralbauten gehören die Kathedrale der Heiligen Pietro und Paolo und die Kirche Santa Maria und San Rocco, die zwar klein aber sehr bezaubernd und stimmungsvoll ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.